Die Sprechstunden

QS24 Sprechstunde vom 12. Juli 2025: Umweltmedizin und innovative Blutreinigungsverfahren mit Dr. med. Harald Burgard

Jul 13, 2025 • 8 min read

In der Sprechstunde vom 12. Juli 2025 auf QS24 – Schweizer Gesundheitsfernsehen, begrüßte Moderator Alexander Glogg den renommierten Umweltmediziner Dr. med. Harald Burgard. Dieser widmete sich dem hochrelevanten Thema der Umweltmedizin, der Belastung durch Umweltgifte und den modernen Blutreinigungsverfahren wie Toxopherese und Inuspherese. Die Sendung richtete sich an ein interessiertes Publikum, das im Live-Stream zahlreiche Fragen stellte, die Dr. Burgard kompetent und anschaulich beantwortete.

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Inhaltsverzeichnis

🌿 Die Bedeutung der Umweltmedizin heute

Dr. med. Harald Burgard, ein erfahrener Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Umweltmedizin, beschreibt die Umweltmedizin als einen unverzichtbaren Baustein moderner Gesundheitsvorsorge und Behandlung. Er erklärt, dass wir heute theoretisch mit rund 350.000 verschiedenen Giftstoffen in Kontakt stehen – eine Entwicklung, die vor 10 oder 20 Jahren noch nicht existierte.

Diese Umweltgifte stammen aus vielfältigen Quellen: Parfums, Deodorants, industriell verarbeitete Lebensmittel mit Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern, aber auch Schwermetalle und andere Schadstoffe. Unser Körper ist eigentlich nur darauf ausgelegt, körpereigene Stoffwechselprodukte zu entgiften, nicht aber diese Masse an Fremdstoffen.

Besonders problematisch ist, dass 10 bis 50 Prozent der Menschen weltweit genetisch bedingt einen Mangel an Entgiftungsgenen haben. Dies bedeutet, dass ihre „Hardware“ zur Ausscheidung von Giften eingeschränkt ist und die Schadstoffe im Körper eingelagert werden. Diese dauerhafte Belastung führt zu chronischen Entzündungen, die wiederum viele heutige Krankheiten verursachen können, von Autoimmunerkrankungen bis hin zu neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer.

Dr. Harald Burgard erklärt die Umweltmedizin und Giftstoffbelastung

Die Umweltmedizin betrachtet den Menschen ganzheitlich und erkennt, dass die Umwelt einen tiefgreifenden Einfluss auf die „Innenwelt“ des Menschen hat. Die steigende Zahl an Autoimmunerkrankungen, die sich in den letzten Jahren verfünffacht hat, ist laut Dr. Burgard ein deutliches Zeichen dafür, dass Umweltgifte eine Rolle spielen.

„Die Genetik macht etwa 5 Prozent aus, der Rest ist die Umwelt drumherum.“

💉 Blutreinigungsverfahren: Toxopherese, Apherese und Inuspherese im Vergleich

Eine der häufigsten Fragen aus dem Publikum bezog sich auf die Unterschiede zwischen verschiedenen Blutreinigungsverfahren wie Toxopherese, Apherese, Inuspherese und HAHO-Blutwäsche. Dr. Burgard erläutert, dass es sich dabei um unterschiedliche Verfahren handelt, die alle das Ziel haben, Schadstoffe aus dem Blut zu entfernen, sich aber in ihrer Methode unterscheiden.

  • Apherese ist der Überbegriff für diverse Verfahren, bei denen bestimmte Bestandteile des Blutes herausgefiltert werden, z.B. Lipidapherese, bei der ausschließlich Fette entfernt werden.
  • Toxopherese und Inuspherese sind spezielle Verfahren, bei denen das Blut zunächst in seine Bestandteile – Vollblut und Plasma – getrennt wird. Das Plasma wird dann gereinigt, da die Umweltgifte überwiegend im Plasma und nicht in den Blutzellen enthalten sind.
  • Vollblutverfahren behandeln das gesamte Blut ohne Trennung. Diese Verfahren sind mit höheren Risiken verbunden, da Blutzellen beschädigt werden können und es zu Volumenschwankungen kommt. Sie kommen meist nur auf Intensivstationen zum Einsatz.

Dr. Burgard betont, dass die Plasmabehandlung deutlich sicherer und effektiver ist, da die Gifte sich aus Gewebe, Muskeln, Knochen und Organen nur langsam ins Blut nachdiffundieren. Deshalb sind mehrere Sitzungen notwendig, um die Belastung schrittweise zu senken. Erst wenn die individuelle Toleranzschwelle unterschritten wird, verbessern sich die Symptome nachhaltig.

Diese differenzierte Herangehensweise ermöglicht es, die Behandlung optimal auf den Patienten abzustimmen und Nebenwirkungen zu minimieren. Die Toxopherese hat sich dabei als besonders wirkungsvoll bei komplexen chronischen Erkrankungen erwiesen.

🧬 Umweltmedizin in der Schulmedizin: Ein unterschätztes Fachgebiet

Wie Dr. Burgard erklärt, wird die Umweltmedizin in der klassischen Schulmedizin kaum berücksichtigt. Zwar existieren Grenzwerte für Schadstoffe, diese sind jedoch meist deutlich höher angesetzt, als es die Umweltmedizin empfiehlt. Würden die umweltmedizinischen Standards angewendet, müssten viele Fabriken geschlossen werden.

In der Praxis fehlen Hausärzten oft die Zeit und das Wissen, um Umweltgifte als Ursache chronischer Erkrankungen zu erkennen und zu behandeln. Studien belegen jedoch eindeutig, dass Umweltgifte bei vielen Krankheiten wie Parkinson, Multiple Sklerose (MS) oder Alzheimer eine zentrale Rolle spielen.

Die Schulmedizin arbeitet meist monokausal, das heißt, sie sucht nach einer einzelnen Ursache und behandelt primär die Symptome – oft mit Medikamenten. Die komplexe Realität vieler Umweltgifte, die in Kombination unterschiedlich auf jeden Menschen wirken, wird kaum beachtet.

„Wenn dir ein Arzt sagt, du seist chronisch krank, sagt er eigentlich, dass er keine Ahnung hat, wie er den Patienten behandeln sollte.“ – Dietrich Klinger

Diese Aussage bringt es auf den Punkt: Chronische Krankheiten sind häufig das Resultat einer nicht erkannten oder unbehandelten Umweltbelastung, die langfristig die Selbstregulation des Körpers stört. Nur eine ursachenorientierte Behandlung kann hier nachhaltige Besserung bringen.

Dr. Burgard spricht über die Rolle der Umweltmedizin in der Schulmedizin

⚖️ Warum verbieten wir giftige Stoffe nicht überall?

Ein weiteres Thema war die Diskrepanz zwischen medizinischen Verboten und der Verwendung giftiger Stoffe in Kosmetika und Lebensmitteln. Dr. Burgard erklärt, dass wirtschaftliche Interessen, Lobbyismus und unterschiedliche Zuständigkeiten der Behörden eine Rolle spielen. Verbraucherverhalten trägt ebenfalls dazu bei, denn viele Menschen akzeptieren gesundheitliche Risiken zugunsten von Geschmack oder Duft.

Beispielsweise wurde Aluminium, das toxisch ist, vor einigen Jahren in Deodorants stark reduziert, nachdem die Öffentlichkeit sensibilisiert wurde. Trotzdem gibt es in vielen Bereichen weiterhin Substanzen, die in der Medizin verboten sind, aber in Alltagsprodukten verwendet werden.

Die Folge ist eine stetige Belastung des Körpers mit verschiedenen Schadstoffen, die er nur bedingt ausscheiden kann. Das Motto lautet daher:

  • Entgiftung, Entgiftung, Entgiftung – um dem Körper die Chance zu geben, seine Selbstregulation wiederzufinden.
  • Sanfte und schrittweise Entlastung statt „viel hilft viel“ – nachhaltige Gesundheit entsteht durch langsames Abschöpfen der Schadstofflast.

💪 Nachhaltigkeit der Blutreinigungsverfahren und Prävention

Die Frage, wie nachhaltig Blutreinigungsverfahren sind, beantwortet Dr. Burgard differenziert. Eine einmalige Behandlung kann akute Belastungen lindern, doch für dauerhafte Besserung sind mehrere Sitzungen nötig. Er empfiehlt meist zwei Behandlungen mit ein bis zwei Tagen Pause, um Nebenwirkungen durch Nachlaufen von Giften zu vermeiden.

Die Reduktion der Belastung erfolgt schrittweise, da sich Schadstoffe aus Knochen, Organen und Muskeln erst langsam ins Blut bewegen (Rediffusion). Wenn die individuelle Belastungsschwelle unterschritten ist, bleiben die Beschwerden dauerhaft aus.

Zur Prävention empfiehlt Dr. Burgard, nach erfolgreicher Entgiftung regelmäßig, etwa einmal jährlich, eine Apherese durchzuführen, um das erreichte Level zu halten. Dies ist besonders wichtig, da wir weiterhin täglich Umweltgiften ausgesetzt sind.

Dr. Burgard erläutert Nachhaltigkeit der Blutreinigungsverfahren

🧪 Entscheidungshilfe: Chelat-Therapie oder extrakorporale Verfahren?

Bei Schwermetallbelastungen stellt sich häufig die Frage, ob eine klassische Chelat-Therapie ausreicht oder ob moderne extrakorporale Verfahren wie Toxopherese sinnvoll sind. Dr. Burgard erklärt, dass die Chelat-Therapie bei reinen Schwermetallbelastungen oft ausreichend und kostengünstiger ist.

Die Entscheidung basiert auf:

  • Laboranalysen von Blut und Urin (mit Provokationstests), um die aktuelle Belastung zu bestimmen.
  • Beobachtung der Beschwerdebesserung nach Chelat-Therapie.
  • Bei komplexeren Fällen mit mehreren Umweltgiften oder fehlender Besserung nach mehreren Chelat-Therapien erfolgt der Wechsel zu Apherese-Verfahren.

Die Apherese kann neben Schwermetallen auch andere toxische Substanzen aus dem Körper entfernen und ist besonders bei komplexen chronischen Erkrankungen oder Post-COVID-Syndromen angezeigt.

🧠 Blutreinigungsverfahren bei neurodegenerativen Erkrankungen

Ein besonders spannender Aspekt war die Wirkung der Toxopherese bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen. Dr. Burgard berichtet von zahlreichen Patienten, die nach wenigen Behandlungen deutliche und nachhaltige Verbesserungen zeigten.

Die Behandlung senkt Entzündungen schnell und reduziert Schadstoffbelastungen, was sich positiv auf Symptome und Lebensqualität auswirkt. Auch bei Autoimmunerkrankungen und Elektrosensibilität hat sich die Methode bewährt.

Dr. Burgard hat bereits über 70.000 dieser Therapien durchgeführt und bezeichnet die Toxopherese als Meilenstein in der Behandlung komplexer Krankheitsbilder.

📚 Aktuelle Studien und Zukunft der Umweltmedizin

Dr. Burgard und sein Team publizieren regelmäßig Studien, die die Wirksamkeit der Toxopherese belegen. So konnte in einer Studie an 20 Patienten mit Autoantikörpern nach COVID-19 eine signifikante Senkung dieser Antikörper und damit eine dramatische Verbesserung der Symptome nach nur fünf Behandlungen nachgewiesen werden.

Auch vergleichende Untersuchungen bei MS-Patienten zeigen vielversprechende Ergebnisse, die bereits zur Erstattung der Therapie durch Versicherungen führen.

Die Umweltmedizin wird allerdings kaum noch an Universitäten gelehrt, was Dr. Burgard auf fehlende Finanzierung und mangelndes Interesse der Pharmaindustrie zurückführt. Dennoch wächst das Bewusstsein, und erste Gerichtsurteile in Deutschland und der Schweiz verpflichten Krankenkassen, solche Therapien bei speziellen Erkrankungen zu übernehmen.

❓ FAQ – Häufige Fragen aus der QS24 Sprechstunde

1. Was ist der Unterschied zwischen Toxopherese, Apherese und Inuspherese?

Die Apherese umfasst verschiedene Blutreinigungsverfahren. Toxopherese und Inuspherese trennen Plasma vom Vollblut und behandeln nur das Plasma, wo sich die meisten Gifte befinden. Vollblutverfahren behandeln das gesamte Blut, sind aber risikoreicher und werden meist nur auf Intensivstationen eingesetzt.

2. Wie nachhaltig sind Blutreinigungsverfahren?

Mehrere Sitzungen sind notwendig, um die Belastung unter die individuelle Toleranzgrenze zu senken. Nach Abschluss der Entgiftung kann eine jährliche vorbeugende Behandlung sinnvoll sein, um das Level zu halten.

3. Wird Umweltmedizin in der Schulmedizin ausreichend berücksichtigt?

Nein, die Umweltmedizin ist in der klassischen Schulmedizin kaum integriert. Grenzwerte für Schadstoffe sind zu hoch, und die Rolle von Umweltgiften bei chronischen Erkrankungen wird oft ignoriert.

4. Wann ist eine Chelat-Therapie ausreichend und wann sind extrakorporale Verfahren nötig?

Bei reiner Schwermetallbelastung reicht meist die Chelat-Therapie. Bei komplexeren Belastungen oder fehlender Besserung nach Chelat-Therapie empfiehlt sich die Toxopherese oder Inuspherese.

5. Können diese Verfahren auch bei neurodegenerativen Erkrankungen helfen?

Ja, viele Patienten mit Parkinson, Alzheimer oder Autoimmunerkrankungen berichten von deutlichen Verbesserungen durch Toxopherese.

6. Warum werden giftige Stoffe in Lebensmitteln und Kosmetika nicht verboten?

Wirtschaftliche Interessen, Lobbyismus und fehlende Abstimmung zwischen Behörden führen dazu, dass viele schädliche Stoffe weiterhin verwendet werden. Verbraucherakzeptanz spielt ebenfalls eine Rolle.

🔗 Weiterführende Informationen und Einladung zur QS24 Sprechstunde

Diese spannende Sendung vom 12. Juli 2025 mit Dr. med. Harald Burgard können Sie kostenlos auf hazu.swiss ansehen. Bitte bewerten Sie die Sendung, um die wertvolle Arbeit von QS24 zu unterstützen.

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🙋‍♂️ Abschließender Dank und Expertenportrait

Ein herzliches Dankeschön an Dr. med. Harald Burgard, der mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem ganzheitlichen Ansatz in der Umweltmedizin wertvolle Einblicke und Antworten gegeben hat. Seine Praxis in Wadgassen ist seit 2004 eine Anlaufstelle für Patienten mit chronischen Erkrankungen, die Ursachenorientierung und innovative Therapien schätzen.

Dr. Burgard verbindet klassische Schulmedizin mit modernen naturheilkundlichen Verfahren und hat mit der Toxopherese ein Verfahren etabliert, das bereits vielen Patienten mit chronischer Müdigkeit, Autoimmunerkrankungen und Umweltbelastungen geholfen hat. Seine Veröffentlichungen und Studien tragen dazu bei, die Umweltmedizin weiter in den Fokus der medizinischen Gemeinschaft zu rücken.

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📋 Fragen aus der QS24 Sprechstunde – Ihre individuellen Antworten von Dr. med. Harald Burgard

  1. Claudia M.: Unterschiedliche Blutreinigungsverfahren – Was sind die Unterschiede und welches Verfahren passt zu welchem Patienten?
    Antwort: Apherese ist ein Überbegriff. Plasma wird bevorzugt behandelt, da Gifte im Plasma sind. Vollblutverfahren sind risikoreicher. Mehrere Sitzungen sind notwendig, um die Belastung schrittweise zu senken.
  2. Thomas E. (Chur): Rolle der Umweltmedizin in der Schulmedizin – Wird die Bedeutung von Umweltgiften ausreichend berücksichtigt?
    Antwort: Nein, Umweltmedizin fehlt in der Schulmedizin. Grenzwerte sind zu hoch, individuelle Umweltbelastungen werden selten untersucht.
  3. Nicole: Nachhaltigkeit von Blutreinigungsverfahren – Sind Wiederholungen nötig?
    Antwort: Für nachhaltige Effekte sind mehrere Sitzungen nötig. Nach Abschluss kann eine jährliche Behandlung sinnvoll sein.
  4. Miradeh (St. Gallen): Schwermetallbelastung – Wann Chelat-Therapie, wann extrakorporale Verfahren?
    Antwort: Reine Metallbelastung meist mit Chelat-Therapie behandelbar. Bei komplexeren Fällen Apherese.
  5. Alexander Glogg: Können alle Apherese-Geräte Schwermetalle ausleiten?
    Antwort: Nein, nur bestimmte Verfahren wie Inuspherese und Toxopherese sind dafür geeignet.
  6. Alexander Glogg: Wirkung der Apherese bei neurodegenerativen Erkrankungen?
    Antwort: Sehr gute Erfahrungen, deutliche Symptomverbesserungen, vor allem durch Entzündungshemmung und Schadstoffentfernung.
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